Lisa Honegger, Michael Messerli und Manuel Haldemann sind Landwirt/in und wollen einen Betrieb führen. Die drei waren zu Gast in der Wega-Strohballenarena und sprachen mit Katharina Serafimova über ihre Zukunft.
Michael Messerli konnte mit seiner Familie vor zwei Jahren in Romanshorn einen Pachtbetrieb mit Milchwirtschaft und Ackerbau übernehmen. «Es ist nicht einfach, ausserfamiliär zu einem Betrieb zu kommen. Man braucht einen langen Atem», hielt der 38-Jährige fest. Trotzdem, ein anderer Beruf kam für Messerli nicht infrage.
Auch für Lisa Honegger ist seit Längerem klar, dass sie einen Betrieb übernehmen will, nämlich den ihrer Eltern in Rüti (ZH). Da ihr Lebenspartner nicht in die Landwirtschaft einsteigen möchte, musste sie sich intensiv mit dem Betriebsmodell auseinandersetzen. Der Biobetrieb ist auf Gemüsebau mit Direktvermarktung ausgerichtet. «Ich habe einen Geschäftspartner gesucht, der dieselben Visionen und Wertvorstellungen hat wie ich», erzählte sie.
Noch nicht so stark in den Betrieb eingebunden ist Manuel Haldemann. Er arbeitet 80 Prozent auswärts bei der Granovit AG als Berater Schweinefütterung. Die Übernahme des elterlichen Biobetriebs in Raperswilen ist in fünf bis acht Jahren geplant. «Wir besprechen viel, aber letztendlich braucht es jemanden, der entscheidet und die Verantwortung trägt – mein Vater ist der Chef», so der 25-Jährige.
Text: Stefanie Giger
