150 Spiegeleier, 30 Kilo Rösti und 120 zufriedene Brunchgäste. Wie wir uns auf den Nationalfeiertag vorbereitet und gefeiert haben.
Um halb 12 Uhr nachts lösche ich die Lichter und weiss, morgen wird ein strenger Tag. Unsere letzten Gäste sind am Vorabend des 1. Augusts noch lange gesessen. Knapp sechs Stunden später weckt mich mein Wecker, noch im Pyjama gehe ich als Erste runter in die Küche. Das Ofenfeuer ist heute das Wichtigste. Schnell ein paar Holzscheite und ein Anzündwürfel in den Ofen und dann ab ins Badezimmer. Als Helfergruppe eröffnen wir circa eine Stunde vor Beginn das Buffet. Während die anderen langsam erwachen, mache ich mich parat und lege immer mal wieder Holz nach. Als unsere Chefin um 7 Uhr mit der Fleischlieferung und weiteren Teammitgliedern kommt, sind wir bereits im Dirndl parat. Das ist nämlich heute unser Dresscode. Es ist die Ruhe vor dem Sturm, als wir am Stammtisch gemeinsam unser Frühstück geniessen. Um 9 Uhr kommen unsere ersten Gäste an und werden zu ihrem reservierten Tisch gebracht. Obwohl wir eine anstrengende Vorbereitungswoche hinter uns hatten und viele Nerven für absagende Gäste benötigten, war der Nationalfeiertag ein voller Erfolg.
Text: Beata Schönenberger aus ihrem Alptagebuch
