Letzte Woche haben die vier Kantonsräte Beat Stump, Eveline Bachmann, Daniel Vetterli und Hans Eschenmoser (alle SVP), Michèle Strähl (FDP) und Josef Gemperle und Andreas Guhl (Mitte) eine Motion zu Digiflux lanciert. Diese verlangt, dass die Thurgauer Regierung eine Standesinitiative zur Vereinfachung der Meldepflicht für Nährstoffe und Pflanzenschutzmittel (Digiflux) einreicht. Die Kantonsräte argumentieren, dass die vom BLW geforderte parzellenscharfe und georeferenzierte Meldung jeder einzelnen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln unverhältnismässig und administrativ zu aufwendig sei – und zwar für die Landwirtschaft, den Gartenbau, die Forstwirtschaft und die öffentliche Hand. Beat Stump sagt gegenüber dem «Thurgauer Bauer»: «Digiflux ist ein Bürokratiemonster und führt zu doppelter Dokumentation ohne ökologischen Mehrwert.» Die geplante Meldepflicht für alle Lieferungen von Kraftfutter, Mineraldünger sowie Hof- und Recyclingdünger wird von den Motionären als massiver Mehraufwand für Lieferanten und Handel kritisiert. Eine digitale Automatisierung sei für viele Landwirtschaftsbetriebe technisch nicht umsetzbar oder zu kostspielig, halten die Motionäre fest. Beat Stump betont: «Wir setzen nur Pflanzenschutzmittel ein, die erlaubt und geprüft sind. Die Rückverfolgbarkeit ist schon heute gewährleistet.» Er hoffe, dass der Thurgauer Regierungsrat dies genauso sehe und das Vorhaben unterstütze.
Text: Stefanie Giger
