Köbi Hug aus Oberwangen orientiert sich beim Schnittzeitpunkt seiner Ökowiesen an den Bedürfnissen der Pflanzen und nicht an einem fixen Datum. Seit er dies tue, habe sich die Artenvielfalt markant verbessert.
Von der Festlegung der Schnittzeitpunkte für Ökoflächen 1992 auf ein fixes Datum war Köbi Hug von Anfang an nicht überzeugt. «Für mich war klar, wir müssen es anders machen, wenn wir – so wie es von der Politik gefordert wird – schneller zu mehr Qualität kommen wollen.» 2018 wandte sich Hug an den Kanton und beantragte eine Sonderbewilligung. Das Landwirtschaftsamt und das Amt für Raumentwicklung (ARE) kamen auf den Hof und besichtigten die Wiesen. Seit 2021 mäht Hug seine Wiesen gestaffelt: einen Drittel vor dem 15. Juni – in der Regel ab Mitte Mai –, einen Drittel um den 15. Juni und den letzten Drittel rund sechs Wochen später. «Der Erfolg war schon nach einem Jahr sichtbar», sagt Hug. «Selbst auf einer mageren Wiese stellte ich deutliche Verbesserungen fest.»
