Der Ackerbautreff Brunnegg bot ein spannendes Programm. Ob Langzeitversuch, Reifendruckanlage, neue Krankheiten und Schädlinge oder Gentechnik – für jeden war etwas dabei.
Pflug, Mulchsaat oder Direktsaat – jedes Anbausystem hat seine Vor- und Nachteile. Der Arenenberg untersuchte in einem Langzeitversuch, was bei den drei Verfahren im und auf dem Boden geschieht und wo sie sich unterscheiden. «Zehn Jahre sind eine lange Zeit für einen Versuch, aber eine kurze Zeit für den Boden», hielt Carol Tanner vom Beratungsteam Futter- und Ackerbau Arenenberg fest. Bei den Bodeneigenschaften zeigten sich Unterschiede zwischen dem Pflugverfahren und der reduzierten Bodenbearbeitung. «Dort, wo immer gepflügt wurde, ist der Boden in den obersten Schichten am lockersten gelagert, also weniger verdichtet», erklärte Tanner. Bei den anderen beiden Verfahren, wo der Boden nicht gewendet wird, ist der Boden kompakter gelagert. «Wir haben die Bodenporen in verschiedenen Tiefen gemessen und stellten fest, dass die Verdichtung bei allen Varianten auch in den tieferen Bodenschichten zunimmt.»
Text: Stefanie Giger
