Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat das Projekt zur Erfassung, Koordination und Begleitung der PFAS-Situation im Kanton Thurgau genehmigt. Wir haben bei Martin Angehrn, Leiter Landwirtschaftsamt, nachgefragt, was dies für die Landwirtschaft bedeutet.
Per 1. Januar 2026 startet ein Projekt zur PFAS-Situation im Kanton Thurgau. Welche vorbereitenden Massnahmen werden schon in diesem Jahr gemacht?
Martin Angehrn: Wir haben uns bereits auf vielen Ebenen ausgetauscht und das Projekt ausgearbeitet. Zudem werden vorbereitende Arbeiten im Bereich Case-Management, also dem konzeptionellen Aufbau, bereits in diesem Jahr ausgeführt.
Was ist im Bereich Landwirtschaft geplant?
Ab jetzt bereiten wir das Case-Management für die Landwirtschaft vor. Damit können wir betroffene Bäuerinnen und Bauern schnell und zielgerichtet unterstützen. Die Vorbereitungen sind vor allem deshalb erforderlich, weil die nationale Untersuchungskampagne von Lebensmitteln bereits läuft. Wenn Thurgauer Lebensmittel betroffen sind, wäre es zu spät, erst im nächsten Jahr Vorbereitungsarbeiten zu treffen. Es ist geplant, dass das kantonale Laboratorium Milchsammelproben erheben wird, um eine Belastungsübersicht in den verschiedenen Regionen des Kantons zu gewinnen.
Interview: Stefanie Giger
