An der Hauptversammlung der IG Thur letzte Woche traten die Vorstandsmitglieder Moritz Tanner und Heini Elliker zurück. Sie gehörten 2016 zu den Gründungsmitgliedern der IG Thur. Das Präsidium übernimmt Rolf Kuhn.
Moritz Tanner und Heini Elliker kämpften schon lange vor der Gründung der IG Thur Seite an Seite gegen den Kulturlandverlust, unter anderem mit der thurgauischen Volksinitiative «Kulturlandschutz bei Gewässerkorrektionen», die sie 2016 erfolgreich einreichen konnten. Nun haben die beiden Rebellen ihren Rücktritt eingereicht.
Gehör zu finden sei schwierig, ist sich Tanner bewusst. Aber Hartnäckigkeit sei nötig bei der Suche nach den Gesetzeslücken, um die Anliegen der Landwirtschaft einzubringen. «Niemand bestreitet, dass es den Hochwasserschutz braucht», sagte der scheidende Präsident. «Aber der Kulturlandverlust durch das Konzept Thur3 ist unverhältnismässig.» Thur3 bedrohe nicht nur viele bäuerliche Existenzen, sondern auch die Ernährungssicherheit. Diesbezüglich die IG auf Kurs zu bringen, obliegt nun dem neu zusammengesetzten Vorstand. Das Präsidium übernimmt der bisherige Vizepräsident Rolf Kuhn aus Mettendorf. Der Vorstand wird gestärkt durch Beat Stump aus Buchackern und Maja Brühlmann Zwahlen aus Sulgen. Die Wahl erfolgte einstimmig, in Abwesenheit von Maja Brühlmann Zwahlen. Dem neuen Vorstand wünschte Moritz Tanner viel Mut und Energie im Kampf gegen das überrissene Thur3-Konzept.
Text: Daniela Clemenz, «BauernZeitung»
