Im Juli 2023 hat der Regierungsrat des Kantons Thurgau die erste Biodiversitätsstrategie samt Massnahmenplan genehmigt. Die Umsetzungskontrolle zeigt: Die Herausforderungen sind gross, dennoch sind die meisten der 26 Massnahmen auf Kurs.
Aus der Sicht des federführenden Amtes für Raumentwicklung gibt es erste Erfolge. Dazu gehören die ökologischen Aufwertungen von wichtigen Naturschutzgebieten, die Einführung und die Akzeptanz des Neophytensacks oder der Ausbau der landwirtschaftlichen Biodiversitätsberatung am Arenenberg. Auf dem Land von Landwirtschaftsbetrieben konnten bereits 42 Kleingewässer («Tümpel») realisiert werden. Die Webseite biodiversitaet.tg.ch gibt wertvolle Tipps für mehr Natur für die Bevölkerung. Im «Massnahmenplan Biodiversität 2023 – 2028» sind durchschnittlich 7,7 Mio. Fr. pro Jahr eingeplant. Viele Massnahmen mussten aber erst anlaufen und müssen weiter Fahrt aufnehmen, andere Projekte sind von Sparmassnahmen betroffen. Die Ausgaben lagen folglich bisher tiefer: 3,13 Mio. Fr. im Jahr 2023 und 5,17 Mio. Fr. im Jahr 2024. Daran beteiligte sich der Bund mit total 3,47 Mio. Fr. Das führt dazu, dass die Umsetzung einiger Massnahmen gefährdet ist. Die ohnehin schon anspruchsvollen Zielwerte dürften in einigen Fällen verfehlt werden.
Text: Amt für Raumentwicklung Thurgau
