Digitalisierung und Robotik sind in der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Auch im Beerenbau setzt man immer mehr auf Automatisierung und Systeme mit Künstlicher Intelligenz (KI). Thomas Wieland vom Pilgerhof in Märstetten gab letzte Woche spannende Einblicke, welche technischen Hilfsmittel er einsetzt und ausprobiert.
Ein etwas anderes Programm als üblich erwartete die Teilnehmer/innen an der Vorernteversammlung der Thurgauer Beerenproduzenten. Gastgeber Thomas Wieland legte den Fokus nicht auf die Besichtigung der Kulturen, sondern auch auf technische Optimierungen, die auf dem Pilgerhof in Märstetten in jüngster Vergangenheit Einzug gehalten haben. «Aber ein Ernteroboter ist bei uns noch kein Thema», nahm Thomas Wieland vorneweg. Die Pflege, Ernte und Qualitätskontrolle der Beeren liessen sich – zumindest im Moment – nicht automatisieren. «Stattdessen setzen wir auf die Optimierung unserer Arbeitsprozesse», sagte der Betriebsleiter. Er berichtete von einem Roboter, der die Fruchtentwicklung und -färbung mittels Kameras erfasst. Damit werden Ernteprognosen erstellt. «Spannend wäre auch ein Roboter zur frühen Schädlings- und Krankheitserkennung», so Wieland. Nebst Robotik halten auf dem Pilgerhof neu Elektrofahrzeuge Einzug. Thomas Wieland sattelte bereits beim Stapler und beim Palettenrolli auf Elektro um. «Bei der Batterietechnologie gab es grosse Fortschritte. Die heutigen Lithiumionen-Batterien sind kompakter, leistungsfähiger und wartungsfrei», erklärte Christian Gerber von Staplerhandel.ch. Die tieferen Anschaffungskosten und dass er die Fahrzeuge mit dem eigenen Strom aufladen kann, waren weitere Gründe, weshalb Wieland diese Investition tätigte.
Text: Stefanie Giger
