An der Generalversammlung des VTL durfte Präsidentin Maja Grunder die zwei höchsten Thurgauer, Regierungspräsident Walter Schönholzer und Grossratspräsident Peter Bühler, und den designierten stellvertretenden SBV-Direktor Michel Darbellay begrüssen. Ansonsten war es eine ruhige GV. Damit blieb mehr Zeit zum Zusammensitzen nach der Versammlung – ein grosses Anliegen der Präsidentin.
134 Mitglieder und 86 Gäste nahmen an der GV des VTL vom 3. April im Auholzsaal in Sulgen teil. Mit einer Prise Humor holte Maja Grunder in ihrer Begrüssungsansprache zum Rundumschlag gegen die Kritiker der Bauern-Lobby aus. Die Landwirtschaft sei im Bundesrat, im Bundesparlament und im Thurgauer Kantonsrat gut vertreten. Auch in mehr als der Hälfte der Thurgauer Gemeinden sitze mindestens ein Gemeinderat mit bäuerlichem Hintergrund – Stadtparlamente ausgenommen.
Regierungspräsident Walter Schönholzer überbrachte den Bäuerinnen und Bauern Neuigkeiten aus dem Landwirtschaftsamt. Doch vorher ging der Wirtschaftsminister auf die am Vortag von Donald Trump erhobenen Strafzölle ein, die er als «katastrophal» bezeichnete. Der Thurgau sei von den Zöllen stark betroffen. «Wir exportieren jährlich Waren im Wert von 262 Millionen Franken in die USA.» Davon stammten über 50 Prozent aus der Maschinen- und Metallindustrie.
An Herausforderungen mangelt es auch dem Schweizer Bauernverband (SBV) nicht, wie von Michel Darbellay, des. Stv. Direktor, zu erfahren war. Wie schon Walter Schönholzer, kam Darbellay in seinem Grusswort nicht um die US-Zölle herum, die er als grosse Gefahr für den Export von Agrargütern, allen voran Käse, sieht. «Die Landwirtschaft ist nicht schuld an den hohen Zöllen», unterstrich Darbellay, obschon die Schweiz für die eigenen Agrarprodukte teils einen starken Grenzschutz habe.
Text: Stefanie Giger
