Die Initianten des 100-jährigen Jubiläums des Müller-Thurgau-Schmuggels trafen sich auf dem Schloss Arenenberg und der «MS Stein am Rhein».
Der Arenenberg, von wo aus Albert Röhrenbach und Gottfried Ainser vor 100 Jahren in einer nächtlichen Ruderfahrt über den Bodensee 400 Müller-Thurgau-Pfropfreben nach Hagnau schmuggelten, war der Ausgangspunkt des Medienevents vom 13. Mai. Museumsdirektor Dominik Gügel erläuterte die Beweggründe des Rebenschmuggels und wies auf die Sonderausstellung «2000 Jahre Wein am Arenenberg» hin, die bis Ende Oktober in den historischen Gewölbekellern des Napoleonmuseums dauert. Der Arenenberger Reb- und Kellermeister Peter Mössner führte die Medienvertreter zur «MS Stein am Rhein» an die Schifflände nach Salenstein. Auf dem Weg durch den Rebberg erzählte er, dass er das Weingut Arenenberg auf biologische Bewirtschaftung umstellt und auf pilzresistente Sorten setzt, da der Müller-Thurgau in den steilen Lagen bei Nässe nur sehr schwer mechanisch zu bewirtschaften sei. Nina Hanstein, Geschäftsführerin der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH, stellte die druckfrische Weinerlebniskarte vor. 500 Kilometer Radwege und 60 Weingüter sind darauf zusammengefasst. Die 53 Kilometer lange «Obsttour» führt vom Schmuggelschauplatz Mannenbach nach Tägerwilen, wo der bekannteste Schweizer Rebenzüchter Hermann Müller aufgewachsen ist. Rolf Müller, Geschäftsführer Thurgau Tourismus, erwähnte, dass am Iselisberg und am Ottenberg zudem zwei spezielle Wanderwege eröffnet wurden.
Text: Thomas Günter
